Wann:
Samstag, 10. Oktober 2026, 9:15 - 17 Uhr
Wo:
Hochschule für Musik und Theater Rostock, Beim St.-Katharinenstift 8, 18055 Rostock
Teilnahmegebühr:
60,00 € für Teilnehmer aus den Mitgliedsschulen
70,00 € für externe Teilnehmer
25,00 € für teilnehmende Schüler und Studierende
Anmeldeschluss:
21.09.2026
Sie erhalten nach Ausfüllen und Abschicken des Formulars eine Anmeldebestätigung per E-Mail.
Bitte überweisen Sie unaufgefordert den Teilnehmerbetrag an:
Landesverband der Musikschulen in MV e. V.
IBAN: DE85 1305 0000 0200 0497 80
BIC: NOLADE21ROS
Verwendungszweck: "26. MPT, Name + Vorname"
Vortrag | 9:15 Uhr
Dorfplätze erfinden: Veranstaltungs- und Konzertwesen in Mecklenburg-Vorpommern unter dem Blickwinkel von Ko-Kreation | Barbara Balba Weber
Workshops am Vormittag | 11:00 - 13:30 Uhr
1. Gitarre: Chords and Grooves | Stephan Bormann
2. Ein Blasinstrument im Erwachsenenalter erlernen - Einstieg oder Wiedereistieg begleiten | Flavia Feudi
3. Alte Lieder, neue Fragen: Ein kultursensibler Blick auf Unterrichtsrepertoire| Hannah Lindmaier
4. Circle Singing | Pamela Neuffer
Workshops am Nachmittag | 14:30 - 17:00 Uhr
5. Wie spiele ich ein Bach'sches Menuett auf dem Cembalo? | Adelheid Göckeritz
6. Vertiefung des Vortrags | Barbara Balba Weber
7. Früher war alles besser. Oder …?? Ein Austausch zwischen Musikschullehrenden und Studierenden | Prof. Dr. Silke Lehmann
8. Atemtools für Stimme, Körper und Regeneration | Filine Ulrich
Workshop 1 | Gitarre: Chords and Groves | Stephan Bormann
Die Anforderungen an den Instrumentalunterricht entwickeln sich stetig weiter und erfordern auch die Auseinandersetzung mit modernen Stilistiken. Der Workshop verbindet spielerische Einspielübungen mit der Vermittlung grooviger Begleittechniken und perkussiver Spielweisen anhand bekannter Songs. An einem Stück aus Sounds of the World werden rhythmische Besonderheiten anderer Musikkulturen erarbeitet und erste improvisatorische Zugänge eröffnet.
Tipp: Konzerte von Stephan Bormann am 09.10.2026 um 19.30 Uhr in der Alten Kachelofenfabrik Neustrelitz
und am 10.10.2026 um 19.00 Uhr in der hmt Rostock.
Stephan Bormann
zählt zu den vielseitigsten deutschen Gitarristen und ist als Solist sowie mit verschiedenen Ensembles regelmäßig auf Konzertbühnen im In- und Ausland zu erleben. Neben seiner Tätigkeit als Komponist und Autor mehrerer Gitarrenpublikationen ist er Professor für Gitarre (Jazz/Rock/Pop) an der Hochschule für Musik Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Als gefragter Workshopdozent vermittelt er seine langjährige künstlerische und pädagogische Erfahrung seit vielen Jahren in Deutschland und international.
Workshop 2 | Ein Blasinstrument im Erwachsenenalter erlernen - Einstieg oder Wiedereinstieg begleiten
Erwachsene bringen beim Erlernen eines Instruments eigene Erfahrungen, Erwartungen und Lernwege mit. Der Workshop beleuchtet die besonderen Chancen und Herausforderungen beim Einstieg oder Wiedereinstieg auf einem Blasinstrument und widmet sich Themen wie Motivation, Körperwahrnehmung und individueller Unterrichtsgestaltung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Lehrkräfte Erwachsene auf ihrem musikalischen Weg nachhaltig begleiten und stärken können.
Flavia Feudi
studierte Klarinette in Rom und Salzburg und wurde für ihre künstlerischen Leistungen mehrfach ausgezeichnet. Sie unterrichtet an der Städtischen Musikschule Wolfratshausen sowie an der Städtischen Sing- und Musikschule München und ist Fachberaterin für Klarinette im Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen. Ihre pädagogische Arbeit verbindet künstlerische Exzellenz mit langjähriger Unterrichtserfahrung.
Workshop 3 | Alte Lieder, neue Fragen: Ein kultursensibler Blick auf Unterrichtsrepertoire
Musik aus unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen gehört selbstverständlich zum Repertoire vieler Musikschulen. Gleichzeitig werfen aktuelle gesellschaftliche Debatten Fragen nach einer kultursensiblen Auswahl, Vermittlung und Einordnung von Unterrichtsmaterial auf. Anhand konkreter Beispiele werden unterschiedliche Perspektiven diskutiert und praxisnahe Strategien für einen reflektierten Umgang mit Repertoire entwickelt.
Hannah Lindmaier
ist Gastdozentin für Musikpädagogik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und unterrichtet klassische Gitarre an der Musikschule City West Berlin. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin für Instrumentalpädagogik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Ihre Forschungs- und Lehrschwerpunkte liegen in gesellschaftlichen und kulturwissenschaftlichen Fragestellungen der Musikpädagogik sowie in der Instrumentaldidaktik.
Workshop 4 | Circlesinging
Circlesinging eröffnet einen spielerischen Zugang zu Stimme, Improvisation und musikalischer Kommunikation. Nach einem bewegten Warm-up führen einfache Übungen schrittweise zum gemeinsamen spontanen Musizieren – ohne Noten, dafür mit viel Raum für Kreativität, Zuhören und Interaktion. Die Teilnehmenden erleben die Methode sowohl aus künstlerischer als auch aus pädagogischer Perspektive und erhalten Impulse für die eigene Unterrichts- und Ensemblearbeit.
Pamela Neuffer
ist Schauspielerin, Sängerin und Gesangspädagogin mit den Schwerpunkten Stimmimprovisation und Circlesinging. Neben ihrer privaten Lehrtätigkeit in Berlin unterrichtet sie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch und arbeitet mit Bühnenkünstler*innen sowie Gesangsensembles. Ihr Anliegen ist eine ganzheitliche Stimmbildung, die technische Grundlagen mit künstlerischem Ausdruck und der Freude am Singen verbindet.
Workshop 5 | Wie spiele ich ein Bach'sches Menuett auf dem Cembalo?
Anhand ausgewählter Menuette aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach vermittelt der Workshop grundlegende Aspekte barocker Artikulation und Spielweise auf dem Cembalo. Gemeinsam werden stilistische Merkmale erarbeitet und ihre praktische Umsetzung nachvollzogen. Aktive Teilnahme am Instrument ist möglich.
Adelheid Göckeritz
studierte Klavier und Cembalo in Leipzig und war über viele Jahrzehnte als Lehrende für Cembalo und Barocke Kammermusik an der Hochschule für Musik und Theater Rostock tätig. Als Cembalistin und Organistin konzertiert sie regelmäßig in Kammermusik-, Orchester- und Oratorienprojekten. Ihre langjährige Konzert- und Unterrichtserfahrung macht sie zu einer ausgewiesenen Expertin für historische Aufführungspraxis.
Workshop 6 | Dorfplätze erfinden: Veranstaltungs- und Konzertwesen in Mecklenburg-Vorpommern unter dem Blickwinkel von Ko-Kreation
Der Workshop knüpft an den Eröffnungsvortrag an und vertieft dessen Inhalte anhand konkreter Beispiele aus der Praxis. Ausgehend von den Erfahrungen der Teilnehmenden werden exemplarische Situationen entwickelt und gemeinsam ko-kreative Ansätze für musikalische Projekte im ländlichen Raum erarbeitet. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Musikschulen und Kulturschaffende gemeinsam mit der Bevölkerung nachhaltige kulturelle Begegnungsräume gestalten können.
Barbara Balba Weber
ist Musikerin, Musikvermittlerin und Expertin für ko-kreative Musikprojekte. Sie entwickelt und begleitet partizipative Konzert- und Vermittlungsformate und verfügt über langjährige Erfahrung in Lehre, Projektentwicklung und kultureller Teilhabe. Ihre Arbeit verbindet künstlerische Praxis mit der Entwicklung neuer Formen des gemeinschaftlichen Musizierens und kulturellen Engagements.
Workshop 7 | Früher war alles besser. Oder …?? Ein Austausch zwischen Musikschullehrenden und Studierenden
Wir erleben in der aktuellen Gegenwart rapide Veränderungsprozesse, die auch vor dem Instrumental- oder Gesangsunterricht nicht Halt machen. So hat die Rolle der Lehrperson als respektierte Autorität an vielen Stellen ausgedient, gefragt ist inzwischen eher eine achtsame Lernbegleitung. Das Leben von Kindern und Jugendlichen wiederum ist stark durch Digitalität geprägt, sei es durch die Einflüsse auf Social Media oder die immer selbstverständlichere Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Der Workshop soll dem Austausch zwischen erfahrenen Musikschullehrkräften und Studierenden im „Master Instrumental- und Gesangspädagogik“ der hmt Rostock dienen. Wie erleben die Teilnehmenden gesellschaftlichen Wandel? Wie gestaltet sich ihr Selbstbild? Was empfehlen ältere Lehrkräfte den angehenden Kolleg*innen? Und was bringen die jungen Menschen für Fragen, Wünsche oder Visionen mit? Moderierte Gesprächsrunden sollen helfen, Standpunkte zu klären und Horizonte zu erweitern.
Silke Lehmann
ist Professorin für Musikpädagogik/Instrumental- und Gesangspädagogik (IGP) an der hmt Rostock. Sie gestaltet den Workshop gemeinsam mit Studierenden im Master IGP: Luis Carrillo – ursprünglich aus Chile stammend – hat viele Jahre in Saanen (Schweiz) an einer Musikschule Gitarre unterrichtet, aktuell ist er auch Lehrer an Musikschulen in Rostock und Berlin. Sebastian Jörgensen arbeitet als Lehrer für Violoncello am Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium in Hamburg-Eimsbüttel. Hannah Rundel unterrichtet privat im Bereich Gesang und Klavier, aktuell singt sie im Opernchor der Staatsoper Hamburg. Jakob Wetekam lehrt an der Musikschule Uelzen das Fach Violine, außerdem leitet er ein Streichensemble
Workshop 8 | Atemtools für Stimme, Körper und Regeneration
Wir atmen. Es atmet uns. Atmen ist ein Reflex. Atmen ist Luft, ist Bewegung, ist Klang.
In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit Fragen wie: „Wie atmen wir eigentlich?“, „Wo passiert was im Körper?“, „Welche Angewohnheiten unterstützen uns und welche sind vielleicht weniger hilfreich?“, „Worauf kommt es an, wenn ich mit Schüler*innen an der Atmung arbeiten will?“
Wir werden anhand von praktischen Übungen nicht nur die anatomischen Grundlagen des Atemvorgangs verstehen, sondern auch die Wechselwirkungen zwischen Atmung und Nervensystem spüren. Außerdem werden wir das Konzept Schlaffhorst-Andersen kennenlernen, indem uns Themen wie Regeneration, Atemphasen, Atemrhythmus und die Verbindung von Atmung und Stimme bewegen werden.
Dieses Workshopangebot richtet sich an Künstler*innen und Pädagog*innen, die in ihrem Alltag mit Atmung und/oder Stimme zu tun haben, sowie an alle neugierigen Pulmonauten.
Filine Ulrich
studiert seit 2025 Pop- und Weltmusik mit Klassik im Hauptfach Gesang an der HMT Rostock und ist ausgebildete Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin. Seit 2009 singt sie in Chören und kleinen Ensembles wie dem Jungen Ensemble Dresden oder dem Maradiuli Ensemble und hat auch schon kleinere Chöre geleitet. 2024 absolvierte sie ihre Ausbildung zur staatlich geprüften Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin/-therapeutin an der CJD Schule Schlaffhorst-Andersen und arbeitet seit 2025 neben dem Studium als Stimmtherapeutin. Ihr Herz schlägt für die Natur, Jam-Sessions und Folk-Musik und besonders interessieren sie experimentelle unkonventionelle Klänge, die die menschliche Stimme erzeugen kann.
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